Fenster zum Sonntag. Wenn dein Glaube illegal ist

In der Schweiz ist es selbstverständlich, dass wir selbst entscheiden können, wie wir die Welt sehen, was wir glauben – und was nicht. Niemand würde auf die Idee kommen, uns vorzuschreiben, ob und zu wem wir beten, mit wem wir uns treffen oder welche Meinung wir öffentlich äussern dürfen. Doch wie wäre es, wenn unsere inneren Überzeugungen nicht frei wären? Wenn wir fürchten müssten, gemobbt zu werden, unseren Job zu verlieren oder sogar mit Gewalt, Gefängnis und Tod rechnen müssten, weil wir nicht den richtigen Glauben haben? Für uns unvorstellbar, doch das Recht auf Gedanken-, Gewissens-, und Religionsfreiheit, wie es im Artikel 18 der Menschenrechtserklärung festgeschrieben ist, wird in vielen Ländern dieser Erde missachtet. Das spüren besonders die religiösen Minderheiten, zu denen in den meisten dieser Länder auch die Christen zählen. Der «Weltverfolgungsindex» der Hilfsorganisation «Open Doors» spricht mittlerweile von weltweit 260 Millionen Christen, die schweren Verfolgungen ausgesetzt sind – Tendenz steigend