Rosen für den Staatsanwalt

Deutschland, 1945: Weil er zwei Tafeln Schokolade auf dem Schwarzmarkt gekauft hat, wird der Wehrmachtssoldat Rudi Kleinschmidt (Walter Giller) in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs vor ein Militärgericht gestellt. Kriegsgerichtsrat Dr. Schramm (Martin Held) fordert die Todesstrafe. Die Vollstreckung des Urteils wird allerdings durch einen Tieffliegerangriff verhindert. Rudi Kleinschmidt entkommt. Mehr als zehn Jahre später verdient Rudi Kleinschmidt sein Geld als umherziehender Strassenverkäufer. Unterwegs mit zwei Fernfahrern verschlägt es ihn in eine Stadtin der Provinz. Während einer Verkaufsaktion begegnet er unverhofft dem einstigen Kriegsgerichtsrat Schramm. Der Ex-Nazi ist inzwischen Oberstaatsanwalt und angesehener Bürger der Stadt. Er gibt den aufrechten Demokraten, seine treudeutsche Gesinnung hat er jedoch beibehalten. Der entnazifizierte Spiesser der deutschen Wunderzeit tobt seine Herrschsucht zu Hause aus, indem er seine Familie terrorisiert. Beim Anblick Kleinschmidts ist Schramm jedoch schwer verunsichert und will ihn vertreiben … Wolfgang Staudtes intelligente Zeitsatire (DE 1959) provoziert mit pointiertem Humor ein Überdenken von Vergangenheit und Gegenwart