Move! Tanz der Finsternis

In dieser Folge von «Move!» begibt sich die Tänzerin und Choreographin Sylvia Camarda auf eine gespenstische Reise durch die japanische Kultur, um die Bewegungswelten zwischen Ritual und Anarchie, Traum und Trauma zu erforschen. Der Tänzer Nobuyoshi Asai führt Sylvia in den «Tanz der Finsternis», den Butoh, ein. Der entfremdete Körper ist weiss geschminkt, fast nackt, verrenkt sich, oft in Zeitlupe, und führt in eine andere Welt: grotesk und schreckenerregend zugleich. Im Hijikata-Tatsumi-Archiv wird Sylvia in die wilde Entstehungsgeschichte des Tanzes eingeweiht und lernt, wie er im Japan der 60er Jahre entstand, als Rebellion gegen eine Gesellschaft der erstarrten Traditionen und als Reaktion auf das Trauma der Atombombe. Körperlich und geistig bereitet Nobuyoshi sie auf eine Performance vor, die ihre eigene Finsternis zum Ausdruck bringen soll. Sylvia folgt der Spur des Einflusses der japanischen Traditionen bis in den zeitgenössischen Tanz und trifft in Paris den belgisch-französischen Star-Choreographen Damien Jalet