Delikatessen. Cómprame un revólver
In einer nahen Zukunft haben in Mexiko die Drogenkartelle das Kommando endgültig übernommen, Frauen und Mädchen sind verschwunden. Auch Rogelio (Rogelio Sosa) bleiben von seiner verschleppten Ehefrau und seiner älteren Tochter lediglich Fotos, die er heimlich auf sich trägt. Um sein kleineres Mädchen zu schützen, gibt er Huck (Matilde Hernandez) als Knabe aus. Rogelio schlägt sich als Abwart eines Sportplatzes durch. Kommen die Männer einer Gang zum Baseballspielen, versteckt der besorgte Vater seine Tochter und buckelt bei den waffenstrotzenden Drogenkriegern um Almosen, die er für das Rauschgift gleich wieder weggibt. Der heruntergekommene Wohnwagen am Rande eines Baseballplatzes bietet Rogelio und Huck kaum mehr als die Illusion von Schutz – insbesondere als Huck enttarnt wird … Julio Hernández Cordóns Dystopie (MX/CO 2018) evoziert gekonnt die Atmosphäre drückender Gewalt, in der noch die kleinste Schwäche zur Katastrophe führt und die sich jederzeit entladen kann
