Kinderhandel

Taschendiebstahl gehört in der Pariser Metro zum Alltag. Begangen wird er häufig von rumänischen Kindern. Werden sie zum wiederholten Male erwischt, übernimmt die Polizei die Ermittlungen. In den Vernehmungen zeigt sich recht schnell, dass die jungen Diebe das erbeutete Geld praktisch vollständig bei den Eltern abliefern müssen, die illegal am Stadtrand von Paris leben. Danach wird es nach Rumänien verschoben. Vor den Ermittlern sitzen instrumentalisierte Kinder, zum Stehlen gezwungen von ihren Eltern, die Ehrenschulden begleichen müssen. Ein Schulbesuch kommt natürlich nicht infrage. Das Filmteam bekam für die Dreharbeiten exklusiven Zugang und konnte Polizei- und Justizbeamte bei ihren Ermittlungen über die Schulter schauen. Diese konnten eine ganze kriminelle Organisation hinter den Taschendiebstählen aufdecken. Die Kinder gehen in Dreier- oder Vierergruppen auf Beutezug und spähen ihre Opfer aus, bevor sie ihnen geschickt Taschen, Portemonnaies und Mobiltelefone entwenden und dann wegrennen. Ein aufrüttelnder Dokumentarfilm über den Kampf von Polizei und Justiz mit einem Phänomen des europaweit operierenden Kinderhandels