Schliess deine Augen und hör mir zu
Über zwei Jahre lang begleitete der Regisseur Bruno Tracq die in Brüssel praktizierenden Anästhesistinnen Fabienne Roelants und Christine Watremez, die zu den renommiertesten Spezialisten für chirurgische Hypnose gehören. Die beiden haben sehr unterschiedliche Persönlichkeiten, die sich perfekt ergänzen. Ihr Verhältnis ist von Vertrauen und Humor geprägt. Der Film beobachtet, wie eine faszinierende Methode Einzug in den medizinischen Arbeitsalltag hält. Bei Kaiserschnitten und anderen chirurgischen Eingriffen ersetzt die Hypnose die Allgemeinanästhesie und wird bei manchen Operationen auch begleitend zur Teilnarkose eingesetzt. In diesen Situationen lenken Fabienne und Christine mit ihren Stimmen die Gedanken der Patienten in andere Welten, während sich der Chirurg im OP um ihren Körper kümmert. Weil sie dabei stets den Menschen und die sehr intime und fragile Arzt-Patienten-Beziehung in den Mittelpunkt rücken, gelingt ihnen, was im modernen Krankenhausbetrieb verloren gegangen ist: bei der Behandlung nicht nur einen Körper, sondern den ganzen Menschen in den Blick zu nehmen
