Jung hinter Gittern
Ardenner Wald, nahe der belgisch-französischen Grenze. In einem rund hundert Quadratmeter grossen, von elektrischem Stacheldraht umzäuntem Gefängnisbereich leben ein Dutzend jugendliche Wiederholungstäter und Schwerkriminelle zwischen 16 und 22 Jahren. Im künstlichen Licht der Neonleuchten verbüssen die «hoffnungslosen Fälle» langjährige Haftstrafen – ohne Pläne, ohne Perspektiven. Ihre Welt besteht aus einem langen Flur, von dem 13 Einzelzellen, eine Isolationszelle, mehrere Duschen, ein kleiner Sportraum und ein Gemeinschaftsraum abgehen. Die Wachleute und Erzieher haben keine leichte Aufgabe – vor allem, wenn es darum geht, die Heranwachsenden aus der Abwärtsspirale herauszuholen, die sie hinter Gitter gebracht hat. Obwohl sich das Personal nach besten Kräften bemüht, durch Aktivitäten den Tagesablauf zu strukturieren, vegetieren die Häftlinge vor sich hin. Viele der Jugendlichen sind sich ihrer Taten bewusst und können ihre Lage klar analysieren. Die meisten von ihnen sehen sich als Kriminelle und zukünftige Bandenchefs. Das Drehteam setzt sich mit den jugendlichen Straftätern auseinander und hört ihnen zu
