Perspektiven. Ein Gott zum Heulen
Die Bibel steckt voller tiefer menschlicher Erfahrungen. Liebe, Zweifel, Zorn, Hass, Mord, Hoffnung. Sogar von Gott heisst es, er hätte bereut, den Menschen gemacht zu haben. Er wird aber auch als leidenschaftlich Liebender dargestellt. Wie können wir solche Beschreibungen heute einordnen? Eine Schlussfolgerung von Theologieprofessor Reinhold Bernhardt: Weil Gott sich den Menschen zuwendet, dürfen sie ihm auch ihr Herz ausschütten und ihren Glauben gefühlvoll leben. Theologieprofessorin Andrea Bieler betont die Verletzlichkeit des Lebens, die alle Menschen verbindet. Und dass Gottesbilder – auch kollektive – sich auf den Umgang damit auswirken. Es macht einen Unterschied, ob man sich mitten im Leiden Gott regungslos und distanziert vorstellt, oder nah, mitfühlend, sogar verletzlich
