Evangelische Perspektiven. Warum Menschen an Verschwörungstheorien glauben

Das Corona-Virus wurde in einem Labor und als biologische Waffe gezüchtet, Kondensstreifen am Himmel sind Chemtrails, die Menschen vergiften, Reptiloide und Illuminaten kämpfen im Hintergrund um die Weltherrschaft: Verschwörungstheorien sind nicht tot zu kriegen. Gerade in unsicheren Zeiten suchen Menschen nach einfachen Wahrheiten für eine komplizierte Welt, sagt Michael Butter, der ein europäisches Forschungsprojekt über Verschwörungstheorien leitet. Eine unübersichtliche chaotische Situation, wie sie viele derzeit empfinden, ist ein fruchtbarer Boden für Verschwörungstheorien. Deren Anhänger sind felsenfest von ihren Ansichten überzeugt, konstruieren ihr eigenes Weltbild. Sie vermuten Strippenzieher, die einem bestimmten Plan folgen. Nichts ist dem Zufall überlassen, alles hängt ursächlich zusammen. Das verbindet die verschiedenen Verschwörungstheorien und dient deren Verfechtern zugleich als Beleg für die Richtigkeit. Doch wem nützen falsche Wahrheiten? Warum glauben Menschen daran? Und warum sind viele Verschwörungstheorien so gefährlich – gerade auch in Zeiten von Corona?