Ein Hoch auf das Nichts

Das Nichts versteht die Menschen nicht: Sie suchen nach Sinn, wo sie doch wissen müssten, dass alles irgendwann wieder im Nichts verschwindet. Was würde uns das Nichts sagen, wenn es mit uns sprechen könnte? Welche Rolle spielt es in unserer Gegenwart? Und wie filmt man diese Gegenwart? Assoziativ zusammengesetzt aus beeindruckendem Bildmaterial, das mehr als 60 Kameraleute aus über 70 Ländern der Welt zusammengetragen haben, unterlegt mit dem grandiosen Soundtrack der Tiger Lillies lädt Boris Mitic ein zu einer abstrakt-philosophischen Meditation über das Nichts und die Welt ein. Dabei verwendete der Regisseur Boris Mitic ein anonymes Online-Brainstorming, das den Beteiligten zuerst freie Hand liess, sie dann aber dazu anhielt, immer genaueren Anweisungen zu folgen. Nach einem Streifzug durch die umfangreiche Literatur zu seinem Thema schrieb Mitic einen Monolog über das Nichts: Von Anfang bis Ende des Films (FR 2017) wendet sich das Nichts direkt an den Zuschauer. Sprecher des Textes ist Punkrock-Legende Iggy Pop