Pures Silber. Oder wie China zur Weltmacht wurde (1/3)
1581 beschloss der Kaiser von China, dass das Volk die Steuern fortan nicht mehr in Form von Arbeit oder Sachleistungen, sondern in Silber zu entrichten habe. Das löst in China eine enorme Nachfrage nach Silber aus. Zur gleichen Zeit entdeckten die Spanier in einem Teil ihres Kolonialreichs die grössten Silbervorräte der Welt. China beschloss, das Silber von der spanischen Krone zu importieren. In Manila wurde spanisches Silber gegen chinesische Luxusgüter eingetauscht. Dieser Handel war gewinnbringend. Doch 1603 kam es zu einem blutigen Aufstand. Der Handel aber ging weiter. Die Chinesen brauchten ständig grosse Silbermengen, konnten die Spanier aber im Gegenzug nicht mit genügend Luxusgütern beliefern. Dies führte 1644 zum Sturz der Ming-Dynastie. Auch die neue Qing-Dynastie mass dem Handel einen hohen Stellenwert bei. Eine wichtige Rolle in diesem Austausch spielte Tee. Doch dann beschloss China, den Handel strenger zu kontrollieren und nur noch vier Häfen für ausländische Schiffe zu öffnen …
