Harmonium (Fuchi ni tatsu)
Toshio (Kanji Furutachi) und seine Frau Akie (Mariko Tsutsui) führen ein beschauliches Leben in einer Kleinstadt in Japan. Er hat eine kleine Werkstatt, die gut läuft, sie kümmert sich ums Büro. Beide sind stolz auf die zehnjährige Tochter Hotaru (Momone Shinokawa), die begonnen hat, das Harmonium zu lernen. Doch dann wird ihr zufriedenes Leben durch die Ankunft eines Fremden aus dem Gleichgewicht gebracht: Toshios alter Bekannter Yasaka (Tadanobu Asano), eben aus dem Gefängnis entlassen, taucht auf. Toshio gibt ihm, ohne seine Frau zu fragen, eine Anstellung und nimmt ihn als Gast auf. Das Familiengefüge verändert sich, Yasaka wird Teil der kleinen Gemeinschaft. Nach anfänglicher Skepsis öffnet sich die überkorrekte Akie dem Fremden immer mehr. NurToshio bleibt verschlossen, denn die Vergangenheit ihres Mannes birgt eine dunkle Seite, von der nur Yasaka weiss … Kôji Fukada betreibt in «Harmonium» (JP 2016) unerbittlich die Dekonstruktion einer Familie und zeigt, was nach der Katastrophe bleibt
