Theo.Logik. «Wonnemonat» Mai auch in Corona-Zeiten?
Der Garten oder der Balkon, ein Ort des Glücks, der Entspannung und der guten Gefühle. Mit Hilfe der Natur, fällt es vielen leichter den bedrückenden Alltag in der Corona-Krise hinter sich zu lassen. Die Kunsthistorikerin Judith Elisabeth Weiss forscht seit vielen Jahren zum Verhältnis von Pflanzen und Menschen. In «Theo.Logik» schildert sie, was Gärten über die Gefühle der Menschen erzählen, wie politisch ein Garten sein kann, warum das Gärtnern und Jäten oft als so heilsam empfunden wird. Und warum sich die Hoffnungen und religiösen Sehnsüchte so vieler Menschen auf Paradiesgärten richten. Weniger paradiesisch, vielmehr dystopisch erscheint die prägende Ästhetik der Corona-Krise, die sich unter anderem in Mundschutz und «pandemic haircut» äussert. Und was passiert mit einer Gesellschaft, die nicht mehr feiern darf? Wie bleibt man überhaupt in physischer und psychischer Isolation genussfähig? Aber der Mai ist auch ein Monat der religiösen Feste … droht etwa ein Mai ganz ohne Maria?
