37°. Zum Glück gabs diese Kuh
Als Kind jüdischer Eltern wächst Eva in Prag auf. Mit ihren Eltern lebte sie in einer schönen Villa; Musik, Literatur, all das gehörte zu ihrem Leben. 1941, mit elf, kommt sie mit den Eltern nach Theresienstadt, wo – wie sie sagt – «die intellektuelle Crème de la Crème» gefangen gehalten wurde. 1944 wurde sie mit ihrer Mutter nach Auschwitz gebracht. Heute glaubt sie, dass sie vieles nur deshalb überstanden hat, weil ihre Mutter durch Erzählungen und Geschichten eine Fantasie-Gegenwelt erschaffen hat, in die Eva sich hineinträumen konnte. Während des Todesmarsches stirbt ihre Mutter an Erschöpfung, Eva muss mit den anderen weiter. Da ist sie 14. Unterwegs verbringen die Häftlinge eine Nacht imStall. Eva kuschelt sich eng an die warme, einzige Kuh, den Gestank nimmt sie dafür in Kauf. Am nächsten Morgen wacht Eva allein neben der Kuh auf, die andern sind weiter. Bauern finden das erschöpfte Mädchen und verstecken es die letzten Kriegswochen …
