Zeuge der Zeit: Eduard Kornfeld «Gott war nicht in Auschwitz»
Als in Bratislava 1942 die Deportation von Juden beginnt, wird der 14-jährige Eduard Kornfeld zusammen mit seinem Bruder von seinen Eltern ausser Landes geschickt. Die Brüder werden die Eltern und Geschwister nie wiedersehen. Auf sich alleine gestellt, verstecken sich die beiden Jungen nach ihrer gefährlichen Flucht in Budapest und kämpfen jeden Tag ums Überleben. Hilfe erhalten sie keine. 1944 wird Eduard Kornfeld verhaftet und zusammen mit 400’000 Juden aus Ungarn ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Bereits bei der Ankunft sieht er, wie Frauen und Kinder ins Gas geschickt werden, unter ihnen auch seine Jugendliebe Gitta. Unzählige Male steht er selbst vor Mengele – und überlebt immer wieder mit knapper Not die Selektionen des sogenannten «Todesengels». Eduard Kornfeld überlebt das schrecklichste Vernichtungssystem der Menschheit. Als die Lager aufgelöst werden, wird er in den Todesmarsch nach Dachau gezwungen. Mit einer schweren Lungentuberkulose erlebt Eduard Kornfeld 1945 die Befreiung. Erst 1949 kommt er in die Schweiz, wo er schliesslich eine Familie gründet
