Einstein und Hawking (2/2)
Stephen Hawking verbrachte den grössten Teil seiner Forscherkarriere damit herauszufinden, wo Einstein sich geirrt haben könnte. In den 60er Jahren empfangen Radioteleskope seltsame Signale aus dem All, die von winzigen Objekten mit enormer Dichte auszugehen schienen – den Neutronensternen. Diese mysteriösen Sterne hatte Einstein in seiner Relativitätstheorie vorausgesagt. Das bedeutete, dass auch andere Phänomene, die er beschrieb, sich bewahrheiten könnten: Schwarze Löcher etwa. Sie besser zu verstehen, war der Forschungsauftrag einer Gruppe von Physikern, zu denen auch Stephen Hawking zählte. Mitte der 70er Jahre stellte Hawking an der Universität von Cambridge die Hypothese auf, dass Schwarze Löcher nicht vollständig schwarz sind: Sie lösen sich langsam auf und verschwinden irgendwann, wobei sie eine Strahlung abgeben, die zu einer Verringerung ihrer Masse führt. Mit dieser revolutionären These war Hawking der Erste, der sich dem Heiligen Gral der Physik näherte: dem Schnittpunkt der beiden grossen Theorien zur Funktionsweise des Universums: die Relativitätstheorie Einsteins und die Quantenmechanik
