Leben ohne Epilepsie – Um jeden Preis
Als Nicola zehn Jahre alt ist, treten plötzlich seltsame Bewusstseinsstörungen bei ihm auf: Er verharrt mitten in einer Bewegung und ist für einige Sekunden nicht mehr ansprechbar. Neben diesen Absenzen treten in den folgenden Monaten heftige Anfälle auf, bei denen Nicola die Kontrolle über seinen Körper verliert. Er wird medizinisch abgeklärt. Die Diagnose: Epilepsie – eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen. Nicola darf nicht mehr Fahrradfahren, Schwimmen oder alleine unterwegs sein. Die Ärzte schlagen Nicola eine Operation vor: die Epilepsieherde sollen entfernt werden. Im Sommer 2016 entfernen Spezialisten des Universitätsspitals Zürich das epileptogene Gewebe. Nicola ist während einer längeren Zeit anfallsfrei. Doch dann kommen die Anfälle zurück, werden zunehmend heftiger, gar lebensbedrohend. Dieser Umstand und die aufkeimende Liebe zu Nicole lassen im 18-Jährigen den Entschluss reifen, sich ein zweites Mal operieren zu lassen. Da der Epilepsieherd nahe am Sprachzentrum liegt, birgt dieser zweite Eingriff jedoch grosse Risiken ….
