Hörspiel. «Personenschaden» von Gabriel Vetter
Notgedrungen kommen sie miteinander ins Gespräch: der alte Bauzeichner und der junge Jurist. Notgedrungen, weil sich jemand vor den Zug geworfen hat, in dem sie sitzen. Und notgedrungen auch, weil sie offenbar die einzigen Passagiere sind. «Personenschaden» heisst es in der Durchsage lapidar, und um Geduld wird gebeten. Aber der Unterbruch der Zugfahrt bringt die schön geplante Biografie der beiden durcheinander. Sie verpassen wichtige Termine. Man trinkt in den Ärger hinein, in die Wut. Hemmungen fallen. Galgenhumor kommt auf. Ein «Schaden» wird reklamiert. Ein Schuldiger muss her. Eine Anklage. Dem Schweizer Autor und preisgekrönten Kabarettisten Gabriel Vetter ist mit diesem Hörspiel ein bissiger moderner Totentanz gelungen
