Die Ungläubigen von Hindukusch
Am Fusse des Himalaya, an der pakistanischen Grenze zu Afghanistan, findet man die Überreste einer jahrhundertealten Kultur. Das Volk der Kalasha lebt in den drei Tälern Bumbaret, Birir und Rumbur, wo sie einen altindoeuropäischen polytheistischen Glauben im Einklang mit der Natur praktizieren und ihre eigene Sprache sprechen. Der Legende nach sind sie Nachkommen griechischer Truppen, die sich während der Feldzüge Alexanders des Grossen im Hindukusch niedergelassen haben. Ein Grossteil der Kalasha wurde zwangskonvertiert oder getötet. Inzwischen ist der Druck auf die Kultur der Kalasha subtiler geworden. Durch staatliche Schulen, den Tourismus und eine verbesserte Anbindung an die pakistanischen Grossstädte hat sich der Islam in den Tälern der Kalasha immer weiter ausgebreitet. Eine Konvertierung zum Islam scheint für viele junge Kalasha reizvoll und verspricht höhere Ausbildungsmöglichkeiten und einen Ausweg aus der Armut. Der Erhalt der Kultur lastet nun vor allem auf den Schultern der nächsten Kalasha-Generation. Wie sehen sie ihre Zukunft?
