360° Geo Reportage. Die Vespa-Rebellen in Indonesien

Vespas, die Italo-Roller von Piaggio, wurden lange auch in der Hauptstadt Jakarta hergestellt. Heute kostet eine alte Vespa umgerechnet 20 Euro, so viel kann sich ein junger Indonesier leisten. Im Gegensatz zu anderen Rollern wird bis heute an Vespas kein Kunststoff verbaut. Sie sind aus Metall und lassen sich gut umschweissen. Ideal für die Anhänger der «Extrem-Vespa-Szene». Extrem-Vespa-Fans schweissen und schrauben Tag und Nacht an ihren Fahrzeugen. Vor allem jetzt, wo der Höhepunkt des Jahres ansteht – das grosse Szene-Treffen in Kediri, in Ost-Java. Das Extrem-Vespa-Festival lockt bis zu 50’000 Besucher aus ganz Indonesien an. Die Entfernungen sind teils erheblich. Viele sind Tage oder sogar Wochen unterwegs zum Event. Nicht so weit haben es Tajab und sein Freund Blablu, die selbst in Kediri leben. Sie wollen eine ganz besondere Vespa an den Start bringen – für die Wettbewerbskategorie «Schönheit», bei der das kreativste Gefährt gekürt wird. Aber was soll das Besondere ihrer Vespa sein?