So weit die Füsse tragen
Der deutsche Oberstleutnant Clemens Forell (Bernhard Bettermann) wird 1946 von einem russischen Kriegsgericht zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt und zusammen mit 3’000 deutschen Soldaten in ein entlegenes sibirisches Straflager am Kap Deshnev deportiert. Hier, am Ende der Welt und inmitten einer endlosen Eiswüste, sind nicht einmal Wachen nötig, um die Gefangenen an der Flucht zu hindern. Der Lagerarzt Dr. Stauffer (Michael Mendl) beschränkt sich auf das Ausstellen von Totenscheinen: die auszehrende Arbeit in den Bleiminen tötet die Gefangenen langsam. Auch Stauffer ist an Krebs erkrankt und verwirft seinen Fluchtplan. Er schenkt Clemens seine Ausrüstung und damit eine minimale Chance, nach Hause zu kommen. Tatsächlich gelingt Clemens im Oktober 1949 der Ausbruch. Verfolgt vom Lagerkommandanten Kamenev (Anatoly Kotenyov) beginnt eine drei Jahre währende Odyssee quer durch Russland. Hardy Martins Neuverfilmung (DE 2001) des Tatsachenromans von Josef Martin Bauer fokussiert auf die Jagd und damit auf den Konflikt zwischen Sieger und Besiegten
