Ama-San. Die Frauen des Meeres

Die Luft in der Lunge muss reichen, um am Meeresgrund die begehrten Abalone-Muscheln vom Felsen zu lösen. Seit 2000 Jahren tauchen die Ama-San – die Frauen des Meeres – in Japan nach Meeresfrüchten aller Art. Der Film begleitet den Alltag dreier Frauen verschiedenen Alters, die seit 30 Jahren vor einem kleinen Fischerdorf auf der Shima-Halbinsel im Meer tauchen. Matsumi, Mayumi und Masumi beten um Muscheln, Abalone und Seeigel und um Schutz vor Unfällen. Sie sind Mütter oder Grossmütter und leben in einem traditionellen Fischerdorf auf der japanischen Halbinsel Izu. Die drei Frauen üben einen Beruf aus, der sich über 2000 Jahre hinweg kaum verändert hat. Zwar tauchen sie nicht mehr nackt, wie einst ihre Grossmütter, sondern in Neoprenanzügen – aber noch immer ohne Sauerstofftank, mit kunstvoll gewickelten Kopftüchern und mit extremer Ausdauer. Unter Wasser verwandeln sich die grazilen Körper zu Meeresjägern. Ein solches Phänomen ist in dem patriarchalischen und konservativen Japan einmalig