DokThema. Bedürftige oder organisierte Bande? – Bettler aus Rumänien
Die Filmautorin folgt einer Bettlerin in ihr Dorf in Rumänien – und stösst auf bittere Armut und Ausgrenzung. Schnell stellt sich heraus, wer die junge Frau namens Narcisa tatsächlich ist. Kein Mitglied einer Bande, sondern eines Roma-Clans, der sich mitten im Wald angesiedelt hat. Strom, Kanalisation, Zentralheizung: Fehlanzeige. Auch Jobs gibt es so gut wie keine. Fast alle jungen Erwachsenen gehen regelmässig ins Ausland, um zu betteln. Mit dem Geld ernähren sie ihre Familien. Gemeinsam fahren sie nach Deutschland und unterstützen sich vor Ort. Die Alten bleiben zu Hause und hüten die Kinder. Niemand beutet hier aus, nimmt ihnen das erbettelte Geld ab. Aber der Staat scheint sich nicht verantwortlich zu fühlen – und die Not ist gross. Etwa 80 Prozent der Roma leben unterhalb der Armutsgefährdungsschwelle ihres Landes; 50 Prozent der Roma im Alter zwischen sechs und 24 Jahren besuchen keine Schule. Die Freizügigkeit innerhalb der EU ermöglicht es, von Osteuropa nach Deutschland zum Betteln zu kommen. In der Dokumentation werden Motive und Hintergründe gezeigt
