Leschs Kosmos. Wer stoppt die Killerkeime?

Forscher suchen fieberhaft nach neuen Wunderwaffen gegen sogenannte «Killerkeime» – im Regenwald, in Höhlen und in giftigen Tieren.  Die Wandlungsfähigkeit und raschen Generationsfolgen von Bakterien machen aus «vertrauten» Krankheitserregern lebensgefährliche Eindringlinge, gegen die kein Antibiotikum wirkt. Heute sterben jedes Jahr 33’000 Menschen allein in Europa an Infektionen mit multiresistenten Keimen. Tendenz steigend. Bisher dauerte es drei bis fünf Tage, bis Ärzte genau wussten, um welches Bakterium es sich handelt und mithilfe welchen Medikaments man gezielt dagegen vorgehen kann. Doch bereits in diesem kurzen Zeitraum kann sich der Gesundheitszustand eines Patienten massiv verschlechtern. Mit dem Lab-on-a-Chip können Ärzte nun in drei Stunden die Krankheitserreger bestimmen und das entsprechende Antibiotikum abgeben. Noch ist es ein Pilotprogramm, aber in wenigen Jahren soll es in Kliniken bereits Standard sein. Welche ausgeklügelten Strategien gibt es in der Natur, sich gegen Bakterien zu wehren? Gibt es bereits Aussicht auf neue Stoffe? Wann entwickelt die Medizin das Antibiotikum 2.0?