Mit der Faust in der Tasche (I pugni in tasca)

Die Geschichte spielt in einem grossen Haus im Piacenza-Apennin, in dem drei Brüder und eine Schwester mit ihrer blinden Mutter zusammenleben. Augusto (Marino Masé), der in der Familie das Sagen hat, ist der Einzige, der ein berufliches und soziales Leben führt, und lässt dies die anderen Familienmitglieder spüren. Seine Brüder hingegen verlassen nur selten das Haus. Leone (Pierluigi Trolio) ist körperlich beeinträchtigt und nicht in der Lage, ein eigenständiges Leben zu führen, und Alessandro (Lou Castel) ist auf Medikamente angewiesen, die ihn vor epileptischen Anfällen bewahren. In dieser skurrilen Atmosphäre, eingeschlossen in seinem Zimmer, nährt Alessandro krankhafte Fantasien über Liebe und Tod. Alessandro heckt einen dunklen Plan aus, um seinen Bruder von der Last der Familie zu befreien … Wird er das Kalkül besitzen, seinen mörderischen Plan in die Tat umzusetzen? Für sein Langfilmdebüt (IT 1965) wurde Marco Bellocchio 1965 in Locarno als bester Regisseur ausgezeichnet