Broken Flowers – Blumen für die Ex
Don Johnston (Bill Murray) ist ein melancholischer Mittfünfziger, der in der Computerbranche erfolgreich war und seither ausgesorgt hat. Gerade als er wieder einmal von einer weit jüngeren Freundin, Sherry (Julie Delpy), verlassen wird, weil er sich – wie immer – nicht auf eine feste Bindung einlassen kann und will, erreicht ihn ein rosafarbener Brief ohne Absender. Darin kündigt eine anonyme Ex-Geliebte den baldigen Besuch seines inzwischen 19-jährigen Sohnes an – von dessen Existenz Don bis dahin nichts wusste. Der alternde Frauenheld, der gerne lethargisch vor dem Fernseher dahindämmert, glaubt zunächst an einen üblen Scherz. Doch schliesslich wird er von seinem quirligen, krimibegeisterten Nachbarn dazu angestiftet, den vermeintlichen Sprössling ausfindig zu machen. Der passionierte Amateurdetektiv entwirft hierfür eine exakte Reiseroute, zu der Don die infrage kommenden Ex-Freundinnen besuchen und – mit einem Strauss Blumen bewaffnet – dezent ausforschen soll. Jim Jarmuschs tragikomisches Portrait (US 2005) seiner Generation lebt von Murrays unvergleichlichen Kunst, Banales erinnerungswürdig darzustellen
