Von Mexiko an den Neckar – Moctezumas letzte Federn
Paprika, Kürbis, Mais, Tomaten, Kakao – das alles stammt aus Mexiko und hat die Esskultur im Südwesten verändert. Ohne Tomaten gibt es weder Spaghetti-Sauce noch Ketchup, ohne Mais kein Popcorn, ohne Kakao keine Schokolade. Bei der gewaltsamen Eroberung Mexikos 1519 zerstörten die Spanier die aztekische Hochkultur. Aber sie mussten sich auch der neuen Welt anpassen, um zu überleben und lernten neue Speisen und Gewohnheiten kennen, die sie nach Europa weitertrugen. Wilhelm Kahlo aus Pforzheim dokumentierte als Fotograf die Modernisierung von Mexiko City. Seine Lieblingstochter Frida wurde zur Ikone der mexikanischen Kunst. 500 Jahre Kulturaustausch zwischen Mexiko und dem Südwesten: Vom Bauern, der noch nach Art der Azteken sein Gemüse anbaut bis zum Chili-Garten in Freiburg. Von den Tortilla-Bäckerinnen auf den mexikanischen Märkten zur Schokoladen-Messe in Tübingen. Von den Künstlern, die aus den Federn von Urwaldvögeln feine Teppiche weben zu Federschilden aus dem Erbe des Azteken-Kaisers Moctezuma, die in Stuttgart gehortet werden
