Birma – Der lange Kampf der Aung San Suu Kyi
Als Aung San Suu Kyi 1991 mit dem Friedensnobelpreis geehrt wurde, galt sie als Galionsfigur der birmanischen Opposition. Die internationale Gemeinschaft verehrte in ihr die Verfechterin von Gewaltlosigkeit und Demokratie. Seit März 2016 führt Aung San Suu Kyi Myanmar, ein Land, das einen strategischen Platz in der Weltordnung einnimmt. Doch die UNO beschuldigt die «Dame von Rangun» der Untätigkeit angesichts der ethnischen Säuberungen, die die Armee an der muslimischen Minderheit der Rohingya verübt. Manche werfen ihr vor, sich zur Komplizin von Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu machen. Aung San Suu Kyi verzichtete auf eine Stellungnahme vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York. Ist der demokratische Wandel nur eine Illusion? Ist Aung San Suu Kyi nur eine elegante Dame mit einem Herzen aus Stein? In der Manier eines Polit-Thrillers gibt der Dokumentarfilm schwindelerregende Einblicke in das Machtgetriebe der birmanischen Politik, wo die Grenzverläufe zwischen Gut und Böse unscharf sind
