Perspektiven. Bistum Chur – Sexuelle Übergriffe jahrelang totgeschwiegen
Frau O und ihre Schwester werden in den 1960er Jahren von einem Priester im Bistum Chur sexuell missbraucht. Frau O wird schwanger. Die damaligen Verantwortlichen im Bistum Chur kehren die Vaterschaft des Täters jahrelang unter den Teppich. Frau O leidet bis heute unter den sexuellen Übergriffen und dem Totschweigen. Sie hat sich inzwischen beim kirchlichen Fachgremium für sexuelle Übergriffe im Bistum gemeldet und eine finanzielle Genugtuung erhalten. Vollständige Einsicht in die Akten des Täters im Bistum Chur hat sie jedoch bis heute nicht erhalten. Der Täter hat als Priester unbehelligt weitergearbeitet. Erst im Jahr 2010 wurde er mit Sanktionen belegt. Er ist inzwischen gestorben. Warum haben die Verantwortlichen im Bistum Chur so spät reagiert? Wie werden Fälle von sexuellen Übergriffen durch Priester auf Kinder und Frauen im Bistum Chur hier aufgearbeitet?
