360° Geo Reportage. Polarschule der Nomadenkinder

Die Nenzen-Nomaden ziehen während des ganzen Jahres über die russische Halbinsel Jamal. Im Herbst wandern sie rund 1’000 Kilometer Richtung Süden bis an den Ural, im Frühjahr wieder zurück in den Norden bis ans Polarmeer. Mehr als 6’000 Nenzen leben auf Jamal nach alten Traditionen. Sie sind die letzten echten Nomaden auf der Erde, die diese Wirtschafts- und Lebensweise noch ganzjährig pflegen. Die Nenzin Ludmilla Chudy lebt dagegen nur noch im Sommer mit den Nomaden zusammen. Den Rest des Jahres arbeitet sie als Erzieherin in der einzigen grösseren Siedlung in Jar-Sale. Dort befinden sich das Internat und die Schule, wo die Kinder der Nenzen leben und unterrichtet werden. In den grossen Ferien begleitet Ludmilla Chudy ihre Familie auf den beschwerlichen Wanderungen durch die Tundra. Sie treibt Rentiere zusammen, versorgt die Kinder, kocht Essen und baut Zelte auf und wieder ab