Lasst die Alten sterben
Kevin (Max Hubacher) will zurück in die wilden Achtziger. Er ist jung und cool und sein geordnetes und privilegiertes Leben langweilt ihn zu Tode. Also gründet er mit seinem besten Freund Manuel (Julian Koechlin) eine Kommune nach dem Vorbild der alt-Achtziger. Als Initiationsritual knallen die Neo-Revolutionäre ihre Smartphones an die Wand. Ihr Ziel sind echte Empfindungen und der Drogenrausch. Sie wollen Schluss machen mit Konventionen und raus aus der Konsumwelt. Es wird also gemeinsam geliebt, geschrien, gekifft und nach Parolen gesucht. Gar nicht so einfach, wenn der Inhalt fehlt, die Wut verpufft und die eigenen Eltern die besseren Revoluzzer sind … Der Berner Juri Steinhart zeichnet in seinem rasant geschnittenen und lustvoll gespielten Kinodebüt (CH 2017) das Bild einer Generation, die sich aus der Langweile befreien will, mit ihrer Rebellion aber ins Leere läuft
