Das Testament des Alexander McQueen

Exzentrisch, genial und antagonistisch – er war einer der talentiertesten britischen Modedesigner seiner Generation: Alexander McQueen (1969–2010). Mal präsentierte er nach einer Schau seinen blanken Hintern, mal schockte er mit blutverschmierten Models oder zerfetzten Kleidern – Alexander McQueen galt als Bad Boy der Mode, er schockte um des Schockens willen. In seiner Show «The Horn of Plenty», einer Metapher auf die Modewelt, überzeichnete er den klassischen Pariser Chic und übte Kritik an unserer Überflussgesellschaft. Seine Mode war immer auch kapitalismuskritische Interpretation unserer heutigen Welt. Er hat sein Publikum dabei niemals gelangweilt, seine Shows waren atemberaubende, illusionistische Spektakel. Archivaufnahmen von seinen Modeschauen sowie unveröffentlichte Interviews geben Einblicke in die Welt des Modeschöpfers, zeigen seine Inspirationsquellen und Obsessionen. Von den ersten Schritten in England über die Jahre bei Givenchy und seinen Sinn für Gewalt und Erhabenheit bis hin zu seiner Liebe zur Natur und seiner ungewöhnlichen Weltsicht