Sternstunde Religion. Vom Zauber der Magie
Magie hat viele Gesichter und es braucht nicht immer einen Zauberstab oder einen Zauberspruch dafür: Manchmal reicht es, wenn die Mamma das «Aua» ihres Sprösslings wegpustet. Andere tragen Talismane oder Glücksbringer, vertrauen auf die Macht ihrer Gedanken oder den sogenannten «Alpsegen» zum angeblichen Schutz für Mensch und Tier. Wo beginnt hier die Religion und wo hört hört der Glaube an Magie auf? Erst kürzlich hat eine katholische Schule im US-Bundesstaat Tennessee sämtliche Werke der Buchreihe «Harry Potter» aus den Regalen der Schulbibliothek verbannt. Die in den Geschichten enthaltenen Flüche und Zaubersprüche würden ein Risiko für junge Leser darstellen, hiess es vom Schulpfarrer. Wie einflussreich kann magische Literatur also sein? Und weshalb galt der Zauberer Gandalf aus dem Epos «Herr der Ringe» während dem Vietnamkrieg als Idealfigur für einen neuen Präsidenten? Ein Gespräch mit dem Religionswissenschaftler und Magieforscher Bernd-Christian Otto
