Die Helden von Prag
Prager Botschaft. Anfang September 1989 nutzten mehr als 25’000 DDR-Bürger diesen Weg, um in den Westen zu fliehen. Viele von ihnen waren überstürzt gekommen und hatten alles zurück gelassen – aus Angst, dass Erich Honecker im Rahmen des 40. Geburtstags der DDR die Grenzen zur CSSR schliessen würde, dem einzigen Land, für das sie kein Visum benötigten. Für niemanden war damals klar, ob sich der Traum von der Ausreise in den Westen tatsächlich erfüllen würde. Die Autoren Bernadette Hauke und Wolfgang Rebernik haben viele Augenzeugen von damals ausfindig gemacht – Helfer wie das Ehepaar Schmitz, das mit dem Deutschen Roten Kreuz aus Euskirchen nach Prag kam, Zelte, Betten, Feldküchen und Lebensmittel in die Botschaft brachte und sich um die Bedürfnisse der Flüchtlinge kümmerte, und Flüchtlinge wie die Familie Kuhn, die mit ihren drei Kindern schon im Frühsommer in die Botschaft kam und erlebte, wie es im Herbst von Tag zu Tag voller wurde
