Sammeln, betteln, musizieren
Fussgängerzonen sind ihr Revier, Passanten ihr Publikum, die Münzen im Hut der Lohn. Hobbymusiker, Jongleure, Pantomime, Strassenmaler: Jobs, bei denen das Geld auf der Strasse liegt, könnte man meinen. Doch das Kleingeld, das ihnen Passanten spendieren, reicht kaum zum Leben. In München ist der Markt unter den Strassenmusikern hart umkämpft: Morgens um 8.00 Uhr müssen die Künstler Schlange stehen. Barbara Breinl von der Stadtinformation entscheidet, wer auftreten darf und wer nicht. Stets unter den ersten Wartenden ist Alexander K. aus Polen, Statuen-Künstler und seit 15 Jahren in Deutschland. Auch in Leipzig gibt es viele Strassenkünstler. Doch hier darf noch jeder auftreten, wer Spass daran hat. Gitarrist und Songwriter Falko Linss hofft, dass das so bleibt. Das Geld auf der Strasse zu finden, das versuchen die Flaschensammler. Karin ist 70, ihre Rente ist winzig klein, fast täglich zieht sie durch die Strassen von Berlin-Wedding, sammelt auf, was andere so liegen lassen
