Lebenslinien. Das Ende der Scham
Hans Lehrer wird 1942 in eine Münchner Bauernfamilie geboren und streng katholisch erzogen. Früh plagen ihn wegen seiner homosexuellen Neigung Scham- und Schuldgefühle. Hans beschliesst, seine Neigung muss ein Geheimnis bleiben. Zudem kann man für homosexuelle Handlungen noch bis weit in die 1960er-Jahre ins Gefängnis kommen. Mit 20 Jahren beginnt Hans zu reisen, besonders fasziniert ihn der Orient. Er konvertiert zum Islam und wird streng gläubiger Moslem. Mit 31 Jahren heiratet er in Anatolien eine junge Türkin und nimmt sie mit nach München. Das Paar bekommt vier Kinder. Nach aussen führt Hans eine ganz normale Ehe, doch seine sexuelle Neigung kann er nicht unterdrücken. Immer wieder trifft er sich heimlich mit anderen Männern, wofür er sich tief im Inneren schämt. Als er mit 62 Jahren seine grosse Liebe Klaus trifft, outet sich Hans. Es fällt eine lebenslange Last von ihm ab. Seine mittlerweile erwachsenen Kinder lernen damit umzugehen, seine türkische Ehefrau nicht
