Wilhelm Tell Burgen in Flammen
Es herrscht Terror in den Tälern der Innerschweiz. Die Habsburger knechten, die Einheimischen leiden und begehren schliesslich machtvoll auf. 1291 schleichen die Boten durch die lauen Julinächte, am ersten August kommt es zum geheimen Bund der drei Landgemeinschaften auf der nächtlichen Waldwiese am Vierwaldstättersee. Ein Eid besiegelt das Bündnis, aus dem die Schweiz entstehen soll und der Nationalheld wird aus der Wiege gehoben: Wilhelm Tell (Robert Freitag). Zu Beginn der 1960er-Jahre waren in der Schweiz gleich zwei Filmprojekte mit dem Tell-Stoff in Arbeit: Franz Schnyder wollte mit kritischem Ansatz in «Tell, die Geburt der Freiheit» einen Helden zeigen, der von eigensüchtigen Hintermännern getäuscht und ausgenutzt wird. Der Innerschweizer Geschäftsmann Josef Kälin hingegen war bestrebt, einen Tell auf die Leinwand zu bringen, wie man ihn aufwendiger und teurer noch nie gesehen hatte. Die Opulenz obsiegte; die Produktionskosten stiegen in fünf Monaten Drehzeit von den geplanten anderthalb Millionen auf das Doppelte an
