Sottosopra

Nach seiner viel beachteten Premiere an den diesjährigen Solothurner Filmtagen kommt mit «Sottosopra» der Berner Regisseurin Gabriele Schärer rechtzeitig zum Internationalen Frauentag ein Film ins Kino, der die Auseinandersetzung von vier Feministinnen mit dem Patriarchat und ihr Engagement für die Würde der Frau zum Thema hat. Eine von ihnen ist die kürzlich verstorbene Theologin Marga Bührig. «Ich würde nicht sagen, das Patriarchat ist zu Ende, sondern: Es ist am Ende. Das ist ein kleiner Unterschied», gibt sie als Einstieg ins Thema zu bedenken. Aus ihren Leben erzählen ferner die Gewerkschafterin Christiane Brunner, deren Alltag neben politischen Programmen auch von konkreten Problemen des Mutterseins geprägt ist, die Therapeutin Heidi Ensner aus Solothurn und die in Verona dozierende Philosophin Luisa Muraro, welche die Praxis der Gleichberechtigung ebenfalls relativiert. Eine Rollerfahrerin verbindet die Begegnung mit den vier Frauen und kommentiert deren Träume, Wünsche und Lebenswirklichkeiten. Begleitet von der Jazzmusik Irene Schweizers führt der Film von Genf über das Vallé de Joux nach Binningen BL, Bern, Solothurn, Zürich, Mailand und Verona an die Orte, wo die porträtierten Frauen leben.

Hans Hodel, Filmbeauftragter Reformierte Medien

«Sottosopra», Schweiz 2001, Regie: Gabriele Schärer; mit Marga Bührig, Christiane Brunner, Heidi Ensner, Luisa Muraro, Verleih: Frenetic Films, Bachstrasse 8, 8038 Zürich, Telefon: ++41 (0)1 483 06 60, Fax:++41 (0)1 483 06 61, E-Mail: mailto@frenetic.ch, Internet: http://www.frenetic.ch, http://www.schaba.ch, Kinostart: jetzt im Kino in Bern und Zürich