Theo.Logik. Gottes-Influencer
Gut 30’000 Abonnenten hat das Gebetshaus in Augsburg auf Youtube, knapp 10’000 auf Instagram. Unter den sogenannten «Christfluencern» gehört die Initiative eines katholischen Pfarrers damit eher zu den grösseren Playern. Zwar versucht die Evangelische Kirche Deutschlands mit Jana Highholder eine eigene Influencerin zu etablieren. Erfolgreich über Gott – sofern man den Erfolg an Abonnenten- und Followerzahlen bemisst – sprechen bislang aber eher Initiativen und Einzelpersonen aus Frei- oder Pfingstkirchen. Ähnlich sieht es bei Muslimen in Deutschland aus. Während Initiativen wie der Liberal-Islamische Bund auf eine überschaubare Anzahl von Anhängern kommt, erreichen junge Blogger und Aktivisten wie Merve Kayikci alias primamuslima ein paar Tausend Menschen. Wie funktioniert Verkündigung im Netz? Wie kann man über Glauben, religiöses Leben oder spirituelle Fragen sprechen, ohne dass es peinlich wird? Liefern die Antworten vielleicht gar nicht die religiösen Gemeinschaften, sondern suchen die Menschen im WWW ganz andere Antworten auf ihre Fragen nach dem Sinn des Lebens?
