Le Lait de la Tendresse humaine
Ein subtil gezeichnetes Porträt einer unglücklichen Mutter und ihrer Familie, das ist der im französischen Jura angesiedelte Film «Le Lait de la Tendresse humaine» von Dominique Cabrera.
Zwei Tage vor ihrem Geburtstag bricht Christelle zusammen. Während sie ein Telefongespräch führt und ihr Baby in der Badewanne liegt, läuft das Lavabo über und sie sieht, wie das Wasser unter der Badezimmertür hervorsickert, in den Korridor fliesst und sich – wie Fruchtwasser – in der Wohnung ausbreitet. Sie geht nicht ins Badezimmer, nimmt das Baby nicht in den Arm, dreht den Wasserhahn nicht zu, sondern ergreift die Flucht und wird im Treppenhaus von einer erst kürzlich zugezogenen Nachbarin aufgefangen in ihrer Wohnung einfühlsam und fürsorglich betreut.
Davon weiss der heimkehrende Ehemann nichts. Drei Tage lang irrt er auf der Suche nach seiner Frau, während Christelle langsam aus ihrem Zustand der Verwirrung erwacht. Die erlösende Rückkehr in die Familie erfolgt nicht ohne Komplikationen.
Hans Hodel, Filmbeauftragter Reformierte Medien
«Le Lait de la Tendresse humaine», Frankreich 2001, Regie: Dominique Cabrera, Verleih: LOOK NOW!, Staffelstrasse 10, 8045 Zürich, Telefon: ++41 (0)1 201 24 40, Fax: ++41 (0)1 201 24 42, Kinostart: ab 22.August 2002
