Hörspiel. «Xaver Z’Gilgen» von Otto Höschle frei nach Carl Spitteler

Im Talkessel von Schwyz löst «die rassige schwarze Hex aus dem Ennetbirgischen» allerhand Anzüglichkeiten und rassistische Beschimpfungen aus. Z’Gilgen, der nicht bereit ist, das Gerede über seine Frau zu akzeptieren, setzt sich zur Wehr. An der Fasnacht spitzt sich die Geschichte zu, es kommt zum Gewaltausbruch. In der Folge beginnt sich Z’Gilgen zu politisieren und legt sich mit Staat und Kirche an. Höschle hat von Spitteler nur das zentrale Motiv übernommen, die Geschichte und die Figuren aber frei erfunden. Das Hörspiel hat mit seinen knappen, zugespitzten und farbigen Szenen eine starke Sogwirkung und geizt trotz des ernsten Themas nicht mit Witz und Humor. Die mit Mundart durchsetzte Kunstsprache erzählt eine Geschichte, die – trotz der zeitlichen Ferne – aktuell und brisant ist