Moonlight Mile
Joe, ein introvertierter junger Mann, kommt mit seinen jüdischen Schwiegereltern vom Friedhof. Die Trauer über den Tod ihrer Tochter ist von einem seltsamen Paradox überschattet. Die Familie stand kurz vor der Hochzeit, als die Braut in einem Coffeeshop der Provinzstadt erschossen wurde. Die verhinderten Schwiegereltern nehmen Joe wie einen Sohn bei sich auf. Aus schlechtem Gewissen und weil er nichts mit sich anzufangen weiss, steht er ihnen in der Trauer bei. Allerdings verschweigt er, dass die Beziehung zur ihrer Tochter eigentlich zu Ende war und die Hochzeit nicht stattgefunden hätte.
Der Film von Brad Silberling ist eine tragikomisch angelegte Geschichte in lakonischem Stil. Der humorvolle Ton verbindet sich mit einer präzisen Beobachtung menschlicher Verhaltensweisen. Der Regisseur bringt autobiografische Erfahrungen ein und inszeniert die aussergewöhnlichen Alltagsereignisse mit Sorgfalt. Jake Gyllenhaal überzeugt als Joe in seiner unschuldigen und naiven Verstrickung in die Trauerfamilie. Das langjährige Ehepaar mit seinen Eigenheiten wird von den beiden Stars Dustin Hoffman und Susan Sarandon wohltuend nüchtern und doch mit viel menschlicher Wärme gespielt.
Charles Martig, Filmbeauftragter Katholischer Mediendienst
charles.martig@kath.ch
„Moonlight Mile“, USA 2002, Regie: Brad Silberling, Besetzung: Dustin Hoffman, Susan Sarandon, Holly Hunter, Jake Gyllenhaal, Verleih: Rialto Film, Neugasse 6, 8005 Zürich, Telefon: ++41 (0)1 444 22 77, Fax: ++41 (0)1 444 22 80, E-Mail: taraimi@rialto.ch, Internet: http://www.rialto.ch
Internet: touchstonepictures.go.com/moonlightmile/flash.html
Kinostart: 17. April 2003
