1989, Platz des Himmlischen Friedens. Partei vs Volk (2/2)
Nach seiner Rückkehr aus Nordkorea versuchte Zhao Ziyang die angespannte Lage im Land zu entschärfen. Er plädierte für einen offenen Dialog. Li Peng stellte sich jedoch entschieden dagegen. Die Zivilgesellschaft war in Aufruhr. In allen grossen Städten kam es zu Protesten. Die Medien entziehen sich der Zensur. Studenten beschlossen, am 13. Mai auf dem Tian’anmen-Platz einen Hungerstreik auszurufen. Die kommunistische Partei war ratlos angesichts dieser Situation. Hinzu kam der Staatsbesuch des sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow zur Aussöhnung der beiden kommunistischen Grossmächte am 15. Mai. Die offiziellen Feierlichkeiten sollten auf dem Tian’anmen-Platz stattfinden. Zhao Ziyang wurde alsbald im Politbüro überstimmt und unter Hausarrest gestellt. Der Ausnahmezustand wurde ausgerufen und 200’000 Soldaten der 38. Armee wurden nach Peking verlegt. Am Abend des 3. Juni erhielt sie den Schiessbefehl. In einem Zeitraum von nur wenigen Stunden kam es zu einem blutigen Massaker mit Tausenden von Toten.Ein riesiger Repressionsapparat wurde in Gang gesetzt, Gefängnisstrafen, Hinrichtungen
