plan b: Europa in Bewegung

Zwölf Länder in fünf Wochen: Zwei Interrailer aus Berlin wollen Menschen begegnen und Europa auf den Zahn fühlen – ob im Pierogi-Kochkurs in Warschau oder an der Friedensmauer in Belfast. «Wer reist, verändert die Perspektive.» Das ist das Credo von Vincent-Immanuel Herr und Martin Speer. Sie kämpfen für ein Europa, das zusammen- und nicht auseinander wächst. Deshalb fordern sie kostenloses Interrail. «Das ist gut für die EU, das ist gut für uns alle.» Grenzenloses Arbeiten, Reisen und Leben ist in vielen Regionen schon Normalität, wird aber kaum noch als Errungenschaft gewürdigt. Dabei stand am Anfang eine grosse Idee: die Union als Friedensprojekt, eine starke und wachsende Gemeinschaft für Freiheit, Sicherheit und Rechtsstaatlichkeit ohne Binnengrenzen. Mittlerweile leben eine halbe Milliarde Menschen in der Europäischen Union. Kann es da überhaupt so etwas wie eine gemeinsame europäische Identität geben? Oder sind es gerade die Unterschiede, die Europa bereichern?