Ende der Schonzeit

Ein abgelegener Bauernhof im Schwarzwald 1942. Emma (Brigitte Hobmeier) und Fritz (Hans-Jochen Wagner) sind seit zehn Jahren verheiratet, ungewollt kinderlos. Eines Abends entdeckt der raubeinige Fritz beim Wildern den Juden Albert (Christian Friedel) im Unterholz und bietet ihm gegen Emmas Willen ein Nachtlager in der Scheune an. Im Gegenzug soll Albert dem Bauernehepaar bei der harten Arbeit unter die Arme greifen. Fritz findet zunehmend Gefallen an dem Flüchtling, dem er, anders als Emma, vorurteilsfrei begegnet. Die sich langsam entwickelnde Männerfreundschaft wird auf eine harte Probe gestellt, als Fritz den jungen Mann um einen besonderen Gefallen bittet. Albert soll an seiner Stelle mit Emma ein Kind zeugen … In Franziska Schlotterers Drama (DE/IL 2012) wird niemand geschont: die verhängnisvolle ménage-à-trois macht emotionale Abgründe deutlich und zeigt die Folgen des Terrorregimes unter Hitler auf