Hörspiel. «Der goldene Drache» von Roland Schimmelpfennig
Im Mittelpunkt steht das Asia-Schnellrestaurant «Der goldene Drache», in dessen Küche einem jungen Chinesen ohne Papiere mal eben schnell mit der Rohrzange ein schmerzender Zahn herausgebrochen wird. Der blutige Zahn landet zunächst im Suppentopf und später im Mund einer Stammkundin. Locker miteinander verzahnt schildert der Autor verschiedene Episoden, die alle in und um das Haus des «goldenen Drachen» angesiedelt sind, wo Fremdheit und Nähe konfliktreich aufeinandertreffen: Ein junges Paar verliert sich wegen einer ungewollten Schwangerschaft, ein Verlassener trauert seiner Freundin nach, und ein Alter träumt davon, nochmals jung zu sein. Mal dialogisch, mal monologisch, mal erzählend entsteht so ein berührender Text voller Poesie, Brutalität und Rätselhaftigkeit
