Kontext. «Ich verdurste und verweine» Else Lasker-Schüler in der Schweiz

Vor 150 Jahren wurde die deutsch-jüdische Dichterin Else Lasker-Schüler geboren. Ihre Geschichte ist eng verwoben mit der Schweiz. Erst hat sie während des Ersten Weltkriegs ihren Sohn Paul hier versteckt. Dann war sie ab 1933 selbst auf der Flucht. Zwei Bücher geben neuen Einblick in diese Zeit. «O mein Gott mein, nur alleine // Ich verdurste und verweine // In dem Segen.» Das schreibt die grosse Dichterin Else Lasker-Schüler in ihrem Gedicht «Abendlied». Sie hat eine Abschrift davon in das Gedichtbuch des Kaufhausdirektors Hugo May gelegt, nachdem sie es in den 1930-er Jahren in Zürich vorgetragen hat. Die deutsch-jüdische Künstlerin floh vor den Nazis nach Zürich