Evangelische Perspektiven. Nahtoderfahrungen
Den eigenen Körper verlassen, an der Decke schweben und sich von aussen betrachten. Ein Tunnel tut sich auf, an seinem Ende ein Licht, hell und doch nicht blendend. Das eigene Leben läuft wie vor einem inneren Auge noch einmal ab: Bilder, Momente, Gefühle aneinandergereiht – wie ein Panorama des eigenen Lebens. So oder so ähnlich schildern die meisten der rund vier Prozent der Bevölkerung, die bei Operationen, nach Unfällen oder im Koma eine Nahtoderfahrung gemacht haben, in lebensbedrohlichen Situationen an der Grenze zum Tod. Die Mehrheit der Wissenschaftler sagt: Wird das Gehirn bei einem Kreislaufstillstand nicht mehr mit Sauerstoff versorgt, so fällt es nach etwa 15 Sekunden in Bewusstlosigkeit und in dieser kann es keine Sinneseindrücke gebe. Die Mehrheit der Neurowissenschaftler erklärt Nahtoderlebnisse mit physiologischen Ausnahmeprozessen im Gehirn wie eine Art Kurzschluss. Doch damit ist längst nicht alles erklärt …
