Briefe aus dem Krieg (Cartas da Guerra)

Portugal im Sommer 1971. Nur sechs Monate nach seiner Approbation wird ein junger Arzt (Miguel Nunes) zum Militärdienst eingezogen und für zwei Jahre in den Kolonialkrieg nach Angola geschickt. Er findet sich inmitten eines der am härtesten umkämpften Kriegsgebiete wieder. Besonders die Trennung von seiner geliebten Frau (Margarida Vila-Nova), die mit ihrem ersten Kind schwanger ist, stürzt ihn in schier unerträgliche seelische Qualen. Er findet Zuflucht und Trost darin, fast täglich Briefe an seine Frau zu schreiben. Bei den Briefen, die Ausgangspunkt und Grundlage des Films bilden, handelt es sich um jene Briefe, die der grosse portugiesische Schriftsteller António Lobo Antunes als Militärarzt von Januar 1971 bis März 1973 aus dem Krieg an seine Frau geschrieben hat. Der portugiesische Regisseur Ivo Ferreira hat diese wunderschönen Texte mit atemberaubenden Schwarz-Weiss-Bildern und hinreissender Musik zu einem poetischen und bildgewaltigen Filmwerk (PT/DE/FR 2015) verdichtet