Der Vulkan, der die Welt veränderte
Am 10. April 1815 bricht der Vulkan Tambora auf der indonesischen Insel Sumbawa in einer gigantischen Explosion aus. Die Eruptionssäule steigt auf über 40 Kilometer in die Höhe. Als Folge breitet sich ein riesiger Aerosol-Schleier in der Stratosphäre aus, der weltweit für nie dagewesene Klimaturbulenzen sorgt. Das Jahr 1816 geht in die Geschichte ein als das Jahr ohne Sommer. Besonders für die Landwirtschaft sind die Auswirkungen katastrophal. Weil Regen und Kälte auf der Nordhalbkugel dramatische Missernten verursachen, grassiert eine Hungersnot in weiten Teilen Europas. Hunderttausende verhungern oder fallen entkräftet Krankheiten zum Opfer. In der Hoffnung auf ein besseres Leben machen sich viele auf den Weg in die USA – die ersten grossen Auswanderungswellen des 19. Jahrhunderts
